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Damen erobern Burg (in) Gretesch.


Nach der Niederlage im letzten Spiel und einem spielfreien Wochenende wollten die SVE-Damen gegen die Burgnachbarn aus Gretesch zurück in die Erfolgsspur. Die Ausgangslage gegen den Tabellenletzten schien eindeutig zu Gunsten der Grünen zu stehen. Aber auf Eversburgerseite fehlten einige Spielerinnen, sodass sie mit dünnerem Kader in das wichtige Spiel gingen.


In der Vorbereitung machten die Späher des Trainerteams eine defensive Verteidigung der Burgmauern bei den Gastgebern aus. Im Angriff beobachteten sie einen starken Nahkampf, aber schwache Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Somit war die Strategie klar: Eine eigene defensive Deckung mit guten Übergaben, um wenige Durchbrüche zu ermöglichen und eigene Gefahr aus dem Rückraum mit einfachen Lösungen durch kurze Kreuzungen und schnellem Parallelstoß. Soweit die Theorie.


Teil eins des Plans ging in den ersten 15 Minuten dann auch blendend auf. Das Team kam in der Abwehr sehr gut ins Spiel. Nur 4 Tore ließ die kompakte Abwehr zu. Die Frauen arbeiteten eng zusammen, die wenigen Lücken wurden gut zugeschoben und die Gastgeber so immer wieder ins Zeitspiel gezwungen. Zudem provozierte die Defense viele technische Fehler, sodass die stärkste Waffe, der Nahkampf, dem Gegner effektiv genommen wurde.

Der zweite Teil war in den ersten 15 Minuten in der Umsetzung noch etwas wackliger. Auch die Gegner setzten Spione ein und nahmen Toptorschützin Siebe ab Minute 1 in enge Einzelmanndeckung. Dennoch ließen sich die weiteren Kriegerinnen davon nicht aus dem Konzept bringen. Über 3:3 (6.) setzten sich die Damen auf 4:8 (15.) ab. In dieser Phase waren einfach und schnelle Lösungen die Taktik, um den gegnerischen Burgmauern erste Risse zuzufügen. Einzig die eigene Wurfeffektivität verhinderte ein frühes Einstürzen.


Eine Auszeit der Heimmannschaft (13.) macht das Spiel dann wieder offen. Einige gut platzierte Würfe von der rechten Außenbahn brachte Gretesch wieder in Schlagdistanz (6:9, 19.). In dieser Phase fehlte das bis dato gute Verschieben und die defensive Herangehensweise der Eversburgerinnen. Aber eine Auszeit brachte die Grünen wieder auf die Überholspur. Die Abwehr stabilisierte sich und die kämpferischen Tugenden aus den ersten Minuten sicherten den Vorsprung.

Im Angriff wurde nun mit zwei Kreisläuferinnen agiert, starke 1:1-Situation hielten die Hausherrinnen auf Distanz und Regisseurin Marisa verdient sich ein Sonderlob für klasse Entscheidungen auf der Mitte.

Doch leider erfordert 100%-Einsatz auch manchmal Verluste. Anna verletzte sich kurz vor der Pause nach einem Kampf um den Ball am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. War danach aber die beste moralische Unterstützung. Wir wünschen dir eine schnelle Genesung und gute Besserung!

Mit einem Halbzeitstand von 11:14 ging es in die Pause. Mit einer Frau weniger, aber einer noch kämpferischeren Einstellung kamen die Damen zurück auf die Platte. Hinten genauso weiter machen, vorne die Würfe etwas besser platzieren und alle waren sich einig: Hier folgen die nächsten beiden Punkte. Gesagt, getan.


Über 14:17 (35.) und 16:21 (42.) setzten sich die Gäste nach und nach auf 17:23 (46.) ab. In dieser Phase ist die Grüne Burg fast uneinnehmbar. Die Abwehr arbeitet auf allen Positionen weiter stark. Julia im Tor entscheidet 4 von 5 (das sind 80 %!!!) 7m-Duelle für sich und hält ansonsten auch gefühlt alles, was auf ihr Tor kommt. Im Angriff kehrt die gewohnte Sicherheit zurück. Deutlich bessere Abschlüsse, weitere kluge Entscheidungen in der Mitte und weniger technische Fehler helfen dabei, dass sich die SVE-Damen absetzten können. In dieser Phase übernimmt die (gerade 18-Jährige) Paula viel Verantwortung und wird mit 10 Toren Topscorer.

Zum Ende wird es dann auch der Leistung entsprechend deutlich. Die Abwehr lässt nichts mehr anbrennen, Gretesch fällt keine Angriffstaktiken mehr ein und im Angriff werfen (fast) alle Eversburgerinnen ein Tor. Die zwei Punkte werden in die Eversburger Burg entführt und es steht ein verdienter 20:30 Sieg auf der Anzeigetafel.


Insgesamt zeigt das Team ein sehr starke, geschlossene Teamleistung. Alle Spielerinnen stellen sich voll in den Dienst der Mannschaft und setzten die taktischen Vorgaben perfekt um.

Der Grundstein war eine super aufgelegte Julia mit einer sehr starken Abwehr auf allen Positionen davor und einem immer besser in Schwung kommender Angriff.

Alina wirft 100 % vom Punkt, Kathrin wird zum Allrounder und trifft egal, ob von Außen oder aus dem Rückraum, Julia R. steht nach überstandener Krankheit wieder im Kader und fügt sich nahtlos ein, Giuliana hat etwas zu viel Abwehr bei Lars H. geguckt, leistet aber einen super Job auf der ungewohnten rechten Außenbahn, Dorina übernimmt wichtige Aufgaben in der Deckung gegen die starke Rechtsaußen und Pia stabilisierte die Deckung in der Mitte.

Vor diesem grünen Drachen mit so vielen Köpfen dürfen die nächsten Gegner durchaus Angst bekommen. Der nächste Pausenhofkampf steht auch schon am kommenden Sonntagnachmittag bevor. Dann geht es zu den starken Nachbarn nach Hellern.

Um 16 Uhr fliegt in der großen Schulstraße gegen die Drittvertretung der HSG Osnabrück der Ball. Schauen wir mal, wer danach noch etwas Nachhilfe braucht.


Wir brauchen auf jeden Fall wieder EUREN Support auf der Tribüne. Traditionell erwartet uns eine gute Stimmung der Handballschule. Kommt vorbei, bringt Freunde, Schwestern, Neffen, Trommeln, Ratschen und Eure geölte Stimme mit und entscheidet das Tribünenduell schon vor Anpfiff für Eversburg. Wir zählen auf EUREN lautstarken Fangesang.


19.11. 2023 – 16 Uhr, Große Schulstraße 83 A. SAVE THE DATE


Viele Grüße

Ole

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